25. Januar 2022

Börsenprofi

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Dax beendet lustlosen Handel etwas schwächer

Der Dax hat am Donnerstag etwas nachgegeben. Nach der kräftigen Erholung zu Wochenbeginn und dem schwächeren Vortag verlief das Geschehen in ruhigen Bahnen.

Marktbeobachter sprachen von einem eher lustlosen Handel ohne Impulse. Am Nachmittag kam mit den ebenfalls schwächelnden US-Börsen noch etwas mehr Verkaufsdruck in den Markt. Zur Schlussglocke stand der deutsche Leitindex dann 0,3 Prozent tiefer bei 15.639,26 Zählern.

Auf Wochensicht steht beim Dax jedoch ein Plus von gut drei Prozent zu Buche. Zu verdanken ist dies vor allem der etwas nachlassenden Furcht vor der Coronavirus-Variante Omikron. Der MDax der mittelgroßen Börsenwerte ging am Donnerstag mit einem Abschlag von 0,31 Prozent auf 34.595,48 Punkte aus dem Handel.

Potenzielle Störfeuer wie die Krise vieler Immobilienkonzerne in China sowie die gestiegene Inflation behalten die Anleger im Blick. Die Stimmung sei deshalb weiter angespannt, konstatierte Marktexperte Andreas Lipkow von Comdirect.

Während unter den Einzelwerten im Dax Siemens Healthineers nach einem Rekord bei 67,66 Euro letztlich rund 0,6 Prozent höher schlossen, belastete ein Medienbericht über offenbar neuen Ärger mit der US-Justiz die Papiere der Deutschen Bank. Sie gingen am Index-Ende mit einem Minus von rund 3,4 Prozent aus dem Handel.

Ganz vorn waren die Titel des Kochboxenversenders Hellofresh mit plus 2,6 Prozent, die sich damit etwas vom Kursrutsch am Vortag erholten. Ebenfalls gefragt waren Corona-Gewinner wie der Laborzulieferer Sartorius mit plus 1,8 Prozent und der Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck mit plus 1,5 Prozent.

Volkswagen-Vorzugsaktien drehten nach Bekanntwerden der Beschlüsse des Aufsichtsrats zur Investitionsplanung ins Minus. Zum Handelsende ging es um rund ein Prozent bergab. Zudem bleibt Herbert Diess nach einem mehrwöchigen Machtkampf mit Teilen des Aufsichtsgremiums zwar Konzernchef, verliert aber die Zuständigkeit für das wichtige China-Geschäft.

Auch Umstufungen bewegten einige Werte deutlich. So verloren die Aktien des Online-Gebrauchtwagenhändlers Auto1 am MDax-Ende rund 5,6 Prozent, nachdem sie JPMorgan abgestuft hatte. In den hinteren Reihen stiegen die im Kleinwerteindex SDax notierten Stabilus-Anteile um rund 1,3 Prozent – der Auto- und Industriezulieferer kündigte eine Dividendenerhöhung an.

Auch der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor 0,59 Prozent auf 4208,30 Zähler. Weniger deutlich fielen die Abschläge für den französischen Cac 40 und den britischen FTSE 100 aus. Der Dow Jones trat nahezu auf der Stelle.

Der Euro gab nach und kostete zuletzt 1,1289 Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1311 Dollar festgesetzt.

Auf dem deutschen Anleihemarkt stieg die Umlaufrendite von minus 0,47 Prozent am Vortag auf minus 0,42 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,2 Prozent auf 145,47 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,34 Prozent auf 174,18 Zähler.