23. Oktober 2021

Börsenprofi

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Dax hält Marke von 15 000 Punkten

Richtungslos hat sich der deutsche Aktienmarkt am Dienstagnachmittag präsentiert. Der Dax notierte zuletzt 0,26 Prozent im Minus bei 15.159,27 Punkten. Zur Eröffnung war der Leitindex um bis zu 1,2 Prozent abgesackt.

Der MDax gewann zuletzt 0,21 Prozent auf 33 606,97 Zähler. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone büßte rund 0,3 Prozent ein.

Aktuell treiben die Anleger unter anderem Sorgen wegen der hohen Verschuldung vieler chinesischer Immobilienkonzerne sowie Inflationsgefahren um. «Die gefährliche Spirale aus steigenden Energiepreisen, zunehmenden Inflationserwartungen und steigenden Renditen am Anleihemarkt dreht sich unaufhörlich weiter und lässt keine Kauflaune aufkommen», kommentierte Analyst Jochen Stanzl von CMC Markets.

Neue Nahrung erhielten die Inflationssorgen von Daten, die eine weitere Beschleunigung des hohen Preisauftriebs in Deutschland signalisierten. Im September kletterten die Großhandelspreise gegenüber dem Vorjahresmonat um 13,2 Prozent. Das war der stärkste Anstieg seit der ersten Ölkrise im Jahr 1974.

Eine Berg- und Talfahrt erlebten die Gerresheimer-Aktien nach Quartalszahlen des Spezialverpackungsherstellers. Von einem anfänglichen Kurssprung um fast 6 Prozent war nach der ersten halben Stunde des Handels nichts mehr übrig. Nach einem kurzen Dreher ins Minus erholten sie sich und gewannen zeitweise mehr als 4 Prozent, um am Nachmittag erneut in die Verlustzone abzurutschen. Zuletzt notierten sie 1,7 Prozent tiefer. Im dritten Geschäftsquartal (bis Ende August) verbuchte Gerresheimer eine starke Nachfrage, hohe Rohstoffkosten belasteten aber die Profitabilität.

Die Papiere von Cancom rückten um 4,5 Prozent vor. Der IT-Dienstleister will gut neun Prozent seiner Aktien vom Markt zurückkaufen. Die Transaktion soll spätestens im Oktober 2022 abgeschlossen sein.

Nach dem rund elfprozentigen Kursabschlag vom Montag setzten die Titel von Teamviewer zu einer moderaten Erholung um 4,7 Prozent an. Im frühen Handel waren sie allerdings auf ein weiteres Rekordtief abgesackt. Die Deutsche Bank stufte die Papiere ab. Analyst Gianmarco Conti zeigte sich überrascht vom Ausmaß der jüngsten Gewinnwarnung des Softwareherstellers.

Der Euro kostete am Nachmittag 1,1543 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Vortag auf 1,1574 Dollar festgesetzt. Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von minus 0,24 Prozent am Vortag auf minus 0,23 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,01 Prozent auf 143,94 Punkte. Der Bund-Future sank um 0,05 Prozent auf 168,67 Punkte.