8. März 2021

Börsenprofi

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Dax ohne Schwung

Nach einem bisher recht schwachen Wochenverlauf hat der Dax am Freitag etwas zugelegt. In der ersten Handelsstunde gewann der Leitindex 0,25 Prozent auf 13.922,25 Punkte.

Damit steht er aber deutlich unter seinem in der vergangenen Woche erreichten Rekord bei 14.169 Punkten. In der laufenden Woche ging es bislang um 0,9 Prozent abwärts. Es fehle der Schwung, um über die 14.000er-Marke zurückzukehren, konstatierten die Experten der Helaba.

Der MDax der mittelgroßen deutschen Unternehmen gewann am Freitag 0,30 Prozent auf 32.322,32 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es ebenfalls um 0,30 Prozent hoch. Im Blick stehen am Vormittag Stimmungsdaten aus der Industrie und dem Service-Sektor der Eurozone.

Hauptthema bleibt aber der Renditeanstieg an den Anleihenmärkten aus Furcht vor einer anziehenden Teuerung. Die Woche habe mit der Hoffnung auf ein weiteres US-Konjunkturpaket begonnen, ehe sich im Verlauf die Angst vor Inflation durchgesetzt habe, fasste Analyst Jochen Stanzl vom Broker CMC Markets die Tage an der Börse zusammen. «Der Stimmungsumschwung in dieser Handelswoche könnte erst der Anfang einer längeren Richtungssuche der in der Nähe ihrer Rekordstände notierenden Aktienmärkte gewesen sein», schrieb er.

Im Dax gewannen am Vormittag die Papiere der Allianz nach Jahreszahlen 0,6 Prozent. Ein Händler nannte sie besser als erwartet. Auch die Dividende von 9,60 Euro je Aktie dürfte die Anleger freuen. Der Ausblick liege im Rahmen der Erwartung.

Die aktuell extremen Wetterbedingungen im US-Bundesstaat Texas haben negative Auswirkungen auf RWE, wie der Energiekonzern mitteilte. Hintergrund seien durch das Wetter bedingte Ausfälle von Windkraftanlagen und hohe Strompreise. Die Aktien verloren 2,3 Prozent und waren damit das Schlusslicht im Dax, an dessen Spitze die Anteile des Sportartikelherstellers Adidas 2,5 Prozent gewannen und erneut den Widerstand um die Marke von 300 Euro anpeilten.

Im MDax schnellten die Papiere des auf die Halbleiterindustrie ausgerichteten Spezialanlagenbauers Aixtron um fast achteinhalb Prozent hoch auf über 18 Euro. Die Deutsche Bank hatte ihr Kursziel deutlich erhöht auf 22 Euro.