25. Januar 2022

Börsenprofi

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Dax stabilisiert sich nach Omikron-Schock

Nach dem Ausverkauf wegen einer neuen Coronavirus-Variante hat sich der Dax am Montag gefangen.

Börsianer wägten ab, wie groß die Gefahr der Omikron-Variante tatsächlich werden wird und bauen auch auf die Unterstützung der Notenbanken. Nach einem ersten Sprung zurück über 15.400 Punkte blieben die Anleger aber vorsichtig.

Am Nachmittag stieg der Dax um 0,74 Prozent auf 15.370,41 Zähler. Im Vergleich zum vierprozentigen Kursrutsch vom Freitag bis auf 15.244 Punkte hat er damit nicht viel Boden gutgemacht.

Der MDax zeigte sich mit einem Aufschlag von 1,08 Prozent auf 34.215,50 Punkte ein wenig dynamischer, genauso wie der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 mit 1,2 Prozent Plus. In New York steuert der Dow Jones ebenfalls auf einen freundlichen Start zu.

Die «Stay-at-Home-Aktien», wie Profiteure eines Lockdowns in der Corona-Krise genannt werden, kamen von ihren Freitagsgewinnen zurück. Die Papiere des Kochboxenlieferanten Hellofresh, des Online-Händlers Zalando und der Shop Apotheke verloren zwischen 1,9 und 3,7 Prozent.

Überdurchschnittlich stark erholten sich die Werte aus Branchen, die am Freitag besonders vom Ausverkauf betroffen waren. In ganz Europa galt dies vor allem für den Reisesektor: Die Aktien der Lufthansa zogen um 4,5 Prozent an. Fraport-Papiere legten im MDax 3,6 Prozent zu.

In der europäischen Autobranche blieb die Stimmung der Anleger etwas gedämpfter. Dies lag unter anderem an den Papieren von Continental, die ihren Kursrutsch nach einer Verkaufsempfehlung von Goldman Sachs mit minus 3,3 Prozent fortsetzten. Verglichen mit der Branche sieht Analyst George Galliers bei dem Autozulieferer zu wenig Kurspotenzial.

Eine positive Erscheinung war der insgesamt starke deutsche Energiesektor: RWE und Eon eroberten im Dax mit Anstiegen bis zu 3,8 Prozent die Indexspitze. Neuerdings profitieren die Branchenwerte von den Plänen der künftigen Bundesregierung vor allem im Bereich der erneuerbaren Energien. Auch die Aktien des Windkraft-Spezialisten Nordex und des Biokraftstoff-Herstellers Verbio erhielten weiteren Schub.

Der Euro sank etwas: Zuletzt wurden 1,1279 Dollar bezahlt. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Freitagnachmittag auf 1,1291 Dollar festgesetzt.

Auf dem deutschen Anleihenmarkt betrug die Umlaufrendite stabil minus 0,42 Prozent, während der Rentenindex Rex um 0,08 Prozent auf 145,32 Punkte nachgab. Der Bund-Future verlor 0,39 Prozent auf 171,79 Zähler.