23. Oktober 2021

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Liefersorgen: London bietet Lkw-Fahrern Arbeitsvisa an

Seit dem Brexit gelten scharfe Einwanderungsregeln für EU-Bürger, die in Großbritannien arbeiten wollen. Daraus resultierte ein Mangel an Lkw-Fahrern, dem man jetzt kurzfristig entgegenwirken will.

Wegen Lieferproblemen mit Lebensmitteln und Benzin in Großbritannien hat die Regierung ausnahmsweise 10.500 Arbeitsvisa für ausländische Fachkräfte genehmigt.

Damit sollen 5000 Lastwagenfahrer und 5500 Spezialisten für die Geflügelverarbeitung ins Land geholt werden, wie das Verkehrsministerium in London in der Nacht zum Sonntag mitteilte. Mit der Übergangsregelung sollen sie bis Heiligabend in Großbritannien arbeiten können. Die Regierung erhofft sich von dem Schritt, vor dem Fest wieder Supermarktregale und Spielzeugläden aufzufüllen.

In Großbritannien fehlen nach Angaben des Branchenverbands Road Haulage Association etwa 100.000 Lkw-Fahrer. Deshalb blieben in den vergangenen Wochen immer wieder Supermarktregale leer. Zuletzt gab es auch Probleme bei der Lieferung von Benzin und Diesel an Tankstellen. Auch andere Industriezweige klagen über enorme Lücken am Arbeitsmarkt. Ein Grund dafür sind die strengen Einwanderungsregeln seit dem Brexit, die den Zuzug von Fachkräften erschweren.

Die Visa sollen von Oktober an verfügbar sein, wie Verkehrsminister Grant Shapps sagte. Zusätzlich setzt die Regierung beim Bemühen um mehr Lastwagenfahrer auf ein Maßnahmenpaket. Vorgesehen ist unter anderem, dass die Armee Fahrlehrer abstellt, um den enormen Rückstau an Fahrprüfungen aufzuarbeiten.