25. Oktober 2021

Börsenprofi

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Dax macht Boden gut – «Gesamtsituation bleibt fragil»

Nach einem schwachen Handelsstart hat der deutsche Aktienmarkt am Freitag seine Verluste merklich eingedämmt.

Der Dax machte seine Verluste zeitweise fast vollständig wett, zuletzt notierte er am frühen Nachmittag wieder mit 0,35 Prozent im Minus bei 15.207,26 Zähler. Vor allem Versorger und defensive Werte lagen vorn.

Die Anleger seien weiterhin sehr nervös und nutzten die Kursschwäche nur für sehr ausgewählte Käufe, sagte Marktbeobachter Andreas Lipkow von Comdirect: «Gesamtsituation bleibt fragil.» Auch seien viele spekulativ eingestellte Investoren unterwegs, die vor dem Wochenende ihre Positionen schlössen.

Auch der MDax der mittelgroßen Börsenwerte, der vorübergehend unter die Marke von 34.000 Zählern auf ein Tief seit Juli gefallen war, konnte sich am Freitag im Verlauf deutlich fangen – er notierte zuletzt 0,37 Prozent tiefer bei 34.242,130 Punkten. Der Leitindex der Eurozone EuroStoxx 50 verbuchte zuletzt ein Minus von 0,16 Prozent bei 4041,72 Punkten, nachdem er im frühen Handel ebenfalls auf ein Tief seit mehr als zwei Monaten eingeknickt war.

Der Euro stabilisierte sich vor dem Wochenende über dem in der Nacht zuvor erreichten 14-Monatstief. Am Freitagnachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,1603 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstag auf 1,1579 Dollar festgesetzt.

Am Anleihenmarkt fiel die Umlaufrendite von minus 0,30 Prozent am Vortag auf minus 0,31 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg leicht um 0,06 Prozent auf 144,50 Punkte. Der Bund-Future stieg um 0,29 Prozent auf 170,51 Punkte.