25. September 2022

Börsenprofi

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Dax schwächelt – Investoren halten sich weiter zurück

Börse in Frankfurt:

Die Anleger bleiben zu Wochenbeginn vor wichtigen Ereignissen in Deckung. In der Corona-Krise zeichnen sich in Deutschland weitere Verschärfungen ab und in den USA rückt die Machtübergabe näher.

Vor diesem Hintergrund knüpfte der Dax mit nochmals moderaten Verlusten an seinen Kursrutsch vom vergangenen Freitag an. Der Leitindex fiel im Frühhandel um 0,17 Prozent auf 13.764,25 Punkte.

Der MDax gab um 0,21 Prozent auf 30.970,93 Zähler nach, während der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 um 0,3 Prozent fiel. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial hatte seine Verluste am Freitag nach dem Handelsschluss in Europa letztlich auch nicht reduzieren können. Impulse aus New York werden an diesem Montag fehlen. Zwei Tage vor der Amtseinführung des designierten US-Präsidenten Joe Biden wird dort am Martin Luther King Day nicht gehandelt.

Positives zu vermelden gab es aus China, was in Zeiten der Krise Hoffnung für deutsche Ausfuhren macht. Trotz der Belastungen durch die Corona-Pandemie hat die dortige Wirtschaft 2020 ein Wachstum geschafft, das über den Erwartungen lag.

Auf Unternehmensseite werden die Blicke langsam in Richtung Berichtssaison gelenkt, die zuletzt in den USA mit ersten Zahlen großer Banken eingeläutet wurde. Hierzulande rückten vor allem Nebenwerte mit Aussagen zu ihrer Geschäftsentwicklung in den Mittelpunkt.

Die Aktien von Aareal Bank büßten nach 4,7 Prozent tieferem Start zuletzt noch 1,1 Prozent ein, weil der Immobilienfinanzierer die Lockdowns im vergangenen Jahr mit höheren Risikovorsorgen und roten Zahlen zu spüren bekommen hat. Deutlich besser erging es den Papieren der Deutschen Beteiligungs AG, die als Spitzenreiter im SDax um 5,6 Prozent anzogen. Das Unternehmen stellte für das abgelaufene Quartal deutlich mehr Gewinn in Aussicht als ein Jahr zuvor.

Der dritte Nebenwert unter den Unternehmen mit vorgelegten Eckdaten waren Hypoport, die mit einem fast marktkonformen Minus von einem halben Prozent aber relativ wenig Bewegung zeigten. Der Finanzdienstleister hat im Corona-Jahr 2020 mit seinem Finanzierungsmarktplatz Europace deutlich zugelegt.

Ansonsten zogen noch einige Analystenkommentare die Aufmerksamkeit der Anleger auf sich. Goldman Sachs empfiehlt die Infineon-Aktien auf dem bereits höchsten Niveau seit 20 Jahren jetzt zum Kauf. Hier legten die Papiere an der Dax-Spitze 3,2 Prozent zu. Beim Aromenhersteller Symrise war dagegen nach gleich zwei Abstufungen durch Morgan Stanley und die Societe Generale das Gegenteil der Fall, hier sank der Kurs um 2,2 Prozent.

Im Stahlsektor haben die Aktien von Klöckner & Co sowie Salzgitter ihre Konsolidierung fortgesetzt, nachdem die Credit Suisse ihre Einschätzungen für beide Aktien von einem ehemals optimistischen Votum auf «Underperform» drehte. Sie waren im SDax mit Abgaben von 6,1 und 4,7 Prozent die größten Verlierer.

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